Innovative Vertragsgestaltung

Bei der Erstellung und Verhandlung von Mietverträgen ist nicht allein eine umfassende Rechtskenntnis erforderlich, sondern auch die detaillierte Kenntnis des Umfeldes der Vermietung. Neben der heutigen technischen Ausrüstung von Gebäuden sind Versicherungsfragen und die strukturelle Organisation von Dienstleistungen ausschlaggebend für den wirtschaftlichen Erfolg bei der Vermietung. Dies spiegelt sich in einer auf das Objekt abgestimmten Umlagevereinbarung zu den Betriebskosten wider. Um hier die richtige Lösung zu entwickeln und die im Einzelfall passende Regelungen zu formulieren, können wir auf einen breitgefächerten Erfahrungsschatz sowohl bei der Vermietung von Bestandsobjekten als auch für Objekte zur Vermietung vom Reißbrett zurückgreifen.

Nicht ohne Stolz weisen wir gerne auf die Entscheidung des BGH v. 14.11.2012 – VIII ZR 41/12 zur Umlagefähigkeit von Eigenleistungen hin. Diese Entscheidung haben wir – gegen den Widerstand des Amtsgerichts Köln – herbeigeführt. In diesem Fall hatte unser Mandant jahrelang Einbußen bei den Kosten für eigene Hausmeister eingesteckt. Nach vielen Jahren der Beratung konnten wir ihn (endlich) überzeugen, die Leistungen des eigenen Personals auch in anderen Bereichen (z.B. Gartenpflege) auf der Grundlage von Angeboten von Fachfirmen abzurechnen (§ 1 Abs. 1 S. 2 BetrKV). Dies hatte zwar zur Verdreifachung der Kosten geführt. Der BGH sah jedoch weder dem Grunde noch der Höhe nach eine Einschränkung. Denn durch die drei Angebote, die wir für die einzelnen Positionen jeweils eingeholt hatten, konnte der Nachweis der Marktüblichkeit der Preise geführt werden.